Mit diesem Bauvorhaben entsteht am Schulstandort Auf der Klappe in Duderstadt eine Erweiterung für drei Bildungseinrichtungen: das Eichsfeld-Gymnasium, die Heinz-Sielmann-Realschule und die Pestalozzi-Schule. Der Neubau wird als inklusive Schullandschaft mit teils gemeinschaftlich genutzten, teils räumlich getrennten Bereichen den zusätzlichen Flächenbedarf decken.

Die Erweiterung entsteht als dreigeschossiges Gefüge aus vier orthogonal angeordneten Baukörpern. Sie beherbergen Cluster mit je einer eigenen, an einem Lichthof gelegenen Mitte. Die Räume sind multifunktional und weisen eine hohe Grundrissflexibilität auf, was spätere Umnutzungen vereinfacht. Ein Forum dient als Haupteingang und als multifunktionale Fläche für Veranstaltungen, ein zweites als Bindeglied zum Bestand. Grundrissfigur und Raumzuschnitte sorgen für gute Sichtbeziehungen, einen hohen Tageslichteintrag und eine natürliche Belüftung.

Fast + Epp erbringt die Leistungen der Tragwerksplanung gemäß HOAI.

Projektinformationen

  • StandortDuderstadt
  • AuftraggeberLandkreis Göttingen
  • EntwurfWeinmiller Großmann Architekten
  • Größe6.500 m² BGF
  • BearbeiterFast + Epp Deutschland

Damit der neue Schulbau eine wohnliche Atmosphäre hat und zudem einen Beitrag zum Klimaschutz leistet, wird das Tragwerk als sichtbare Holzkonstruktion geplant. Nach gegenwärtigem Stand kommen Rippendecken aus Brettsperrholz und Brettschichtholz auf Unterzügen und Stützen aus Brettschichtholz zum Einsatz. Die Gründung kann über eine tragende Bodenplatte oder Streifenfundamente erfolgen. Zur Bodenverbesserung sind Rüttelstopfsäulen angedacht.

Holz und andere robuste und natürliche Materialien, wie Putz, tragen zu einem gesunden Raumklima bei und ermöglichen einen späteren Rückbau. Umlaufende auskragende Laubengänge mit außenliegendem Sonnenschutz dienen als Rettungswege und sorgen für den sommerlichen Wärmeschutz.

Im Dialog mit der Bauherrschaft und den Architekten haben die Ingenieure von Fast + Epp im Zuge der Vorentwurfsplanung verschiedene Tragwerksvarianten für die Cluster und die Fassadenstützen betrachtet.

Für den Außenbereich haben sie dabei als Alternative zu Holzstützen frei bewitterte Fertigteilstützen und Unterzüge aus Stahlbeton vorgeschlagen. Diese tragen mit ihrer größeren Dauerhaftigkeit zu einem nachhaltigen Bauen bei. Im Innenbereich wird hingegen der Einsatz von Holz maximiert.

Bildnachweis: Weinmiller Großmann Architekten, Fast + Epp