Im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg ist, umgeben von freistehenden Einfamilienhäusern, eine neue Kita in kirchlicher Trägerschaft entstanden. Der L-förmige Neubau besteht aus einem eingeschossigen und einem zweigeschossigen Teil, die durch ein Treppenhaus miteinander verbunden sind. Die Ebenen sind gemäß dem Split-Level-Prinzip gegeneinander um eine halbe Geschosshöhe versetzt. Die Kita beherbergt sechs Gruppen, davon drei im U3- und drei im Ü3-Bereich.

Fast + Epp hat die Leistungen der Tragwerksplanung gemäß HOAI erbracht einschließlich der Nachweise zum konstruktiven Brandschutz. Im Bereich Bauphysik zeichnet Fast + Epp für Wärmeschutz und Bauakustik verantwortlich. Zudem wurde ein raumakustisches Konzept erstellt.

Projektinformationen

  • StandortAlzenau-Hörstein, Germany
  • AuftraggeberStadt Alzenau
  • Entwurfprosa Architektur + Stadtplanung
  • Größe1.420 m² BGF
  • Kosten2,4 Mio. EUR netto, Kgr. 300 + 400
  • BearbeiterFast + Epp Deutschland

Die neue Bildungseinrichtung ist in Massivbauweise erstellt. Außen- und Innenwände bestehen hauptsächlich aus einschaligem Ziegelmauerwerk, die Bodenplatten und Geschossdecken aus Stahlbeton. Stützen sind hauptsächlich in Mauerwerk als MW-Pfeiler und teilweise in Stahlbeton geplant. Tür- und Fensteröffnungen wurden mit Trägern überbrückt. Durch eine Gebäudetrennfuge im Versprung von ein- zu zweigeschossiger Bauweise sind Spannungen durch Setzungsdifferenzen minimiert worden.

Die Innentreppe ist als zweiläufige Stahlbeton-Fertigteiltreppe mit schallentkoppelter Lagerung auf
der Boden- und Deckenplatte sowie auf dem Treppenpodest ausgebildet. Der als Flucht- und Rettungsweg vorgesehene Laubengang im Obergeschoss ist als filigrane Stahlkonstruktion realisiert. Eine einläufige Stahlkonstruktion mit Zwischenpodest dient als Außentreppe.

Beim Satteldach handelt es sich um ein flach geneigtes Holzsparrendach mit extensiver Begrünung. Über die Sparren aus Brettschichtholz sind OSB-Platten zur Aussteifung angeordnet.

In den frühen Planungsphasen haben die Planungspartner im Zuge der Tragwerksentwicklung verschiedene konstruktive Varianten durchgespielt. Auf der Grundlage einer Bewertungsmatrix ist eine Massivbauvariante als Kombination aus Stahlbeton-Decken und Mauerwerkswänden als Vorzugsvariante ermittelt worden.

Bildnachweis: Rahel Welsen