Der vom US-amerikanischen Energieministerium ausgelobte „Solar Decathlon“ ist ein prestigeträchtiger Studentenwettbewerb, der die Teilnehmer dazu herausfordert, energieeffiziente Häuser zu entwickeln. Aufgabe war es, ein rein durch Sonnenenergie betriebenes Haus zu planen und zu bauen.

Als einziger deutscher Vertreter im Jahr 2007 entwickelte die TU Darmstadt ein Plus-Energie-Haus in Holzrahmenbauweise, das als Sieger aus diesem international sehr beachteten Wettbewerb hervorging.  Bei der Konzeption des Gebäudes galt es, Ästhetik und Wohnkomfort mit Energieeffizienz zu vereinen.

Alle  Außenwände,  das  Dach  sowie  die  Fenster  sind  hochwärmedämmend.  Wärmespeicher  in  Form  von  Phasenwechselmaterialien sorgen für ein ausgeglichenes  Raumklima.  Moderne  Haustechnik  minimiert  den  Energiebedarf.  Um nur eines der innovativen Beispiele zu nennen: Eine  neuartige Lamellenfassade, die verschattet und Sichtschutz bietet, erzeugt über integrierte Photovoltaikelemente Strom.  Der  nicht  vom  Gebäude  genutzte  Strom  wird  ins  Netz  eingespeist.  Kühlen und Heizen erfolgt über eine reversible Wärmepumpe.  Zur  Warmwassererzeugung  sind  zusätzlich  Flachkollektoren in das Dach integriert.

Wegen des langen Transports und der kurzen Montagezeit vor Ort, entschied sich das Planungsteam, dem auch Jochen Stahl angehörte, für eine Modulbauweise. Das Gebäude setzt sich im Wesentlichen aus drei Raumzellen gleicher Größe zusammen, die jeweils aus der Plattform, einer aussteifenden Wand und der Dachscheibe bestehen. Das Dach wird von der Wand und sehr schlanken Stützen getragen, die gleichzeitig die Zugglieder für den Transport bilden. Alle Montageelemente wurden bereits vor dem Aufbau in das Tragwerk der Module integriert.

 

Projektinformationen

  • StandortWashington D.C, USA
  • AuftraggeberTU Darmstadt
  • ArchitektTU Darmstadt, FB Architektur Prof. Manfred Hegger
  • Größe80 m² BGF