Mit dem Neubau des Drogenhilfezentrums Scentral entstand am Eingang zum Darmstädter Herrngarten ein Holzhybridbau, der Nachhaltigkeit und Funktionalität miteinander verbindet. Das Gebäude ersetzt einen Bestandsbau aus den 1870er-Jahren und bietet heute Raum für Beratung, medizinische Versorgung und soziale Angebote. Während Untergeschoss, Erdgeschoss und die Erschließungskerne in Massivbauweise ausgeführt wurden, entstanden die beiden Obergeschosse und die sichtbare Dachkonstruktion in Holzbauweise. Begrünte Dächer und eine Photovoltaikanlage ergänzen das nachhaltige Gesamtkonzept und unterstützen die Klimaschutzziele der Bauherrin.

Projektinformationen

  • StandortBismarckstraße 3, 64283 Darmstadt
  • AuftraggeberWissenschaftsstadt Darmstadt, vertreten durch die Darmstädter Stadtentwicklungs GmbH & Co. KG
  • Entwurf1100 Architekten Riehm Piscuskas
  • Größe1.504 m² BGF
  • BearbeiterFast + Epp Deutschland

Fast + Epp plante das Tragwerk für den Holzhybridbau und entwickelte ein Tragwerkskonzept, das Konstruktion, Nutzung und Nachhaltigkeit miteinander verbindet. Die beiden Obergeschosse wurden mit Brettsperrholzdecken und einer sichtbaren Dachkonstruktion aus Holz realisiert. Das Tragwerk berücksichtigt die unterschiedlichen Nutzungen des Gebäudes ebenso wie die besonderen Anforderungen des innerstädtischen Standorts. Drei unterschiedlich geneigte Satteldächer greifen die umliegende Bebauung auf und prägen zugleich die Konstruktion. Gleichzeitig mussten Dachbegrünung, Photovoltaik und denkmalpflegerische Vorgaben in die Planung integriert werden. So entstand ein Tragwerk, das den Baustoff Holz dort einsetzt, wo er seine konstruktiven und ökologischen Stärken ausspielen kann.

Bildnachweis: Jean-Luc Valentin