Um die Jahrtausendwende erkannte die Leitung des VanDusen Botanical Gardens, dass es an der Zeit war, den Garten aufzuwerten, um das junge Publikum zu erreichen und so den sinkenden Besucherzahlen entgegenzuwirken.

Projektinformationen

  • StandortVancouver, BC
  • AuftraggeberThe City of Vancouver, as represented by its Vancouver Board of Parks & Recreation
  • ArchitektPerkins + Will
  • Größe1.765 m²
  • BudgetCAD 22 Mio.
  • ZertifizierungLEED Platin und Living Building Challenge

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, plante VanDusen ein markantes Besucherzentrum entlang der viel befahrenen Hauptstraße zu schaffen und profitable Einrichtungen wie ein Café, Veranstaltungs-, Schulungs- und Verwaltungsräume zu integrieren. Das neue Zentrum sollte sich in die umgebende Landschaft einfügen – mit einem Freiformdach, das an eine in British Columbia heimische Orchidee erinnert.

Das Team entschied sich im Interesse der Wirtschaftlichkeit, der Nachhaltigkeit und aufgrund der engen zeitlichen Vorgaben zum Erhalt von Fördermitteln für eine Holzlösung. Während ähnlich beeindruckende Formen bereits mit Beton realisiert wurden, sollte dieses Bauwerk „radikal grün“ sein – ausgerichtet auf eine Zertifizierung nach LEED-Platin und der Living Building Challenge. Das war eine Weltneuheit.

Fast + Epp zerlegte die komplexe Form in überschaubare Teile. So entstanden 71 unterschiedlich geformte Dachelemente, welche mit Lüftungs- und Elektroleitungen sowie Akustikelementen und Oberflächen vorgefertigt wurden. Dies beschleunigte die Montagezeiten, erhöhte die Ausführungsqualität und vermied, dass die Dachelemente längere Zeit dem im Winter typischen Regen ausgesetzt waren. Um der Wellenform des 15 m langen Atriums Rechnung zu tragen, wurden neuartige universelle Verbindungen für den Anschluss der Dachelemente an die Stützen entwickelt, um eine Speziallösung für jedes Auflager zu vermeiden.